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Ehrliche Kommunikation ist ein Fremdwort

Jaja … die Kommunikation. Ein Wort und so viel Inhalt. Nun kann man sich durchaus mit allerlei Literatur zu dem Thema beschäftigen, sich die Kommunikationspsychologie erarbeiten und studieren, in der Praxis jedoch hapert es zuweilen schlicht an einem anderen Faktor: der Ehrlichkeit. Und die ist in der Projekt-Kommunikation unabdingbar.


Aus gutem Grunde
Ehrlichkeit fällt in die Kategorie der Werte. Wer von sich selbst sagen kann „Ich bin ein ehrlicher Mensch“, der legt die Messlatte schon ziemlich hoch. Allerdings ist es eben manchmal auch schlichtweg nicht so schlau, ungefiltert sein Wissen und seine Ansichten auszusprechen. Ich meine damit so etwas wie z.B. Diplomatie: Manchmal hilft es, einen Schritt zurück zu gehen, um zwei Schritte voran zu kommen. Oder es geht um Strategie, um die eigenen Interessen voran zu bringen, um Politik oder auch um erklärte bzw. unterschwellige Tabu-Themen.

Das alles hat Einfluss auf die Kommunikation, einmal ganz abgesehen von persönlichen Motiven und Rahmenbedingungen – wer Schnupfen hat und vom Kopfschmerz geplagt, kommuniziert anders als jemand, der ausgeschlafen und wohlgelaunt ist. Da menschelts schon öfters mal, einfach nur, weil es menschlich ist.

Wenn Emotionen ins Spiel kommen
Nehme ich all diese Punkte einmal aus, bleibt dennoch nicht zwangsläufig »ehrliche Kommunikation« übrig. Was motiviert uns eigentlich, wenn wir ausweichend antworten oder bewusst sogar unwahr? Ich glaube, hier kommt wieder einmal die gerne als »unprofessionell« bezeichnete Emotion ins Spiel. Wer unsicher ist – in der Sache, in seiner Position – wer Angst hat vor unabsehbaren Auswirkungen, der steht subjektiv mit dem Gesicht zur Wand. Und so verhalten wir uns dann auch. Kommt Ihnen das bekannt vor?

Ist Ihnen Ehrlichkeit wichtig?
Wenn Sie nun in Ihrem Projekt ein Thema mit Ehrlichkeit und Kommunikation haben, hinterfragen Sie die Gründe der Einzelnen – und überlegen Sie, was es braucht:

  • Wie kann Vertrauen gewonnen werden?
  • Wer ist ein Keyplayer oder Meinungsbildner und muss zugunsten der Gesamtstimmungslage als erstes ins Boot geholt werden?
  • Was müssen Sie als Projektleiter als erstes tun, um Sicherheit zu schaffen?
  • Was brauchen Sie selbst?

Meistens hapert es »nur« an Informationen, um Sicherheit zu gewinnen und der Gerüchteküche den Garaus zu machen. Probieren Sie’s aus!

Ihre
Sabine Zehnder

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