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Meine Probleme werden ausgesessen statt gelöst

Probleme sind dazu da, sie zu lösen. Und wie ich finde: Ein Problem, das man kennt, kann man in der Regel auch lösen. Jedoch löst alleine das Wort »Problem« beim einen oder anderen schon Unbehagen aus – und wir beißen bei unseren Kollegen oder Verantwortlichen auf Granit. Auch wiederholte Versuche, Themen zu platzieren und zu besprechen, scheitern oder aber es passiert einfach nichts. Handeln oder Konsequenzen sind nicht erkennbar. Was also am besten tun?


Gehen Sie es selbst an, indem Sie – wie so oft – der Reihe nach reflektieren, worum es im Eigentlichen geht. Und das kann schrittweise so aussehen.

Kreisen Sie die Situation systematisch ein und betrachten Sie sie für sich aus unterschiedlichen Blickwinkeln bzw. Perspektiven: 

  • Ich-Perspektive: Welcher Anteil ist in meine eigene Person begründet?
  • Du-Perspektive: Welcher Anteil ist in der Person meines Gegenübers begründet?
  • Wir-Perspektive: Welcher Anteil ist durch das Verhältnis zwischen mir und meinem Gegenüber begründet? 
  • Es-Perspektive: Welcher Anteil ist in der Sache begründet?
  • Andere: Welcher Anteil ist durch andere begründet?

Welche Gründe könnte es konkret dafür geben, die Ihr Gegenüber ausweichen lässt?

Hier möchte ich Ihnen ein paar Beispiele aufführen:

  • Sind Sie vielleicht unangemessen oder zu einem unpassenden Zeitpunkt mit dem Thema gekommen?
  • Legen Sie mit Ihrem Thema den Finger in eine Wunde?
  • Sind Sie vehement? (Verzeihung, damit meine ich tatsächlich, dass der andere genervt sein könnte.)
  • Gibt es wiederkehrende Situationen, in denen es Ihnen mit genau dieser Person immer wieder ähnlich geht? Woran könnte das liegen?
  • Wirbeln Sie an einer ungewollten Stelle Staub auf?
  • Gibt es Entscheidungen/Entwicklungen, die Ihre Fragen beantworten würden, die aber politisch/strategisch geheim sind?
  • Sprechen Sie möglicherweise ein Tabu an?
  • Hat der Verantwortliche kein Verständnis für Ihr Problem? Fehlen ihm vielleicht Informationen?
  • Kritisieren Sie seine Kompetenz?

Auch wenn mit diesen Fragen bereits ein Großteil dessen abgedeckt sein könnte, ergibt Ihre Situation sicherlich noch weitere Gründe, weswegen Ihr Gegenüber nicht auf ein Problem eingeht. Was fällt Ihnen noch dazu ein?

Ich wünsche Ihnen eine erkenntnisreiche Woche!

Ihre
Sabine Zehnder

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