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Wenn die Führungskraft mitarbeitet, statt den Rücken frei zu halten

Wie werden Führungskräfte gemacht? Genau: Sie arbeiten so lange so gut in ihrem Job, bis sie an eine Stelle befördert werden, für die sie ungeeignet sind. :D

Na gut, also noch mal: Wie werden Führungskräfte gemacht? Im Unternehmen gibt’s nur einen Weg, Karriere zu machen, nämlich eine Laufbahn als Führungskraft.

Bekannte Muster?
Ok, das ist nicht viel besser. Aber trotzdem ist etwas dran an diesen Behauptungen. Sollten Ihnen diese Muster nicht bekannt vorkommen, lesen Sie einfach nicht weiter. Wenn doch, gibt es vielleicht noch die eine oder andere Konsequenz oder Lehre, die Sie aus den beiden Aussagen ziehen können. Warum sollte z.B. jemand, der gerne operativ arbeitet – und das auch sehr gut macht – plötzlich einen anderen Job machen wollen? „Einen anderen Job?“, fragen Sie sich vielleicht. Ja, denn Menschen zu führen ist ein eigener Job. Sobald eine Führungskraft Inhalte und Führung von Menschen vermischt, besteht die Gefahr, dass weder das eine, noch das andere in ausreichender Form bedient wird. Es ist nicht die Aufgabe einer Führungskraft, operativ und detailliert inhaltlich zu arbeiten. Vielmehr ist es ihre Aufgabe, dafür zu sorgen, dass alle anderen in Ruhe arbeiten können!

Was also tun, wenn mein Chef kein Chef, sondern mehr Kollege ist, der mitarbeitet?

Probieren Sie das doch mal aus:

  1. Überlegen Sie sich zunächst, was genau Ihnen fehlt bzw. wovon Sie zu viel bekommen und notieren Sie sich Ihre Erwartungen an Ihren Vorgesetzten. Dabei hilft eine appellhafte, positive Sprache, wie „Ich brauche xy von Dir.“
  2. Notieren Sie, wie Sie Ihre eigene Rolle im Team, Projekt, etc. sehen. Was kann Ihr Chef von Ihnen erwarten und was nicht?
  3. Überarbeiten Sie Ihre Notizen 1-2 Wochen lang jeden 2. Tag und sammeln Sie die Themen und Situationen, die tatsächlich stattgefunden haben. Beispiele helfen immer, sich besser zu verstehen.
  4. Vereinbaren Sie ein 4-Augen-Gespräch mit Ihrem Vorgesetzten, in dem Sie seine Erwartungen an Sie selbst abfragen und auch Ihre Erwartungen äußern können.

Achten Sie darauf, dass es ein ausgewogenes Gespräch ist, in dem jeder gleichermaßen die Möglichkeit hat, sich zu äußern. Gehen Sie keinesfalls wütend oder zornig in diese „Verhandlung“.

Was macht ein Manager, wenn er fleißige, qualifizierte Mitarbeiter in ausreichender Anzahl in seinem Team hat und alles super läuft? Er holt Kaffee!

Um genau zu sein, habe ich die beste und qualifizierteste Führungskraft einer IT-Abteilung erlebt, die thematisch überhaupt nichts mit IT oder IT-Projekten zu tun hatte.

Wie sieht das in Ihrem Unternehmen aus?

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