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Wenn fehlende Skills oder Spezialwissen Ergebnisse blockieren

Geld ist leichter gespart, als es verdient ist. Unternehmerisch ist es also immens wichtig, Kosten fest im Blick zu behalten und gut abzuwägen, wofür investiert wird und auch welchen Preis man bereit ist, dafür zu zahlen ... nicht zu investieren.


So begegnen mir häufig Situationen, in denen Projekte aus Mangel an notwendigem Wissen stagnieren. Die dann geführten Diskussionen laufen stets ähnlich zwischen diesen drei Varianten ab:

1: Interne Mitarbeiter finden in der ohnehin zeitlich angespannten Situation keine Möglichkeit, Wissen aufzubauen. Zudem erfordert Wissensaufbau in der Regel mehrere Monate, um dieses Wissen auch anzuwenden und damit wirklich sattelfest im neuen Thema zu werden (Sie sollten ein halbes Jahr für Wissensaufbau einplanen!).

2: Externe Mitarbeiter einkaufen, die das Know-how mitbringen, um das Projekt kurzfristig zu retten. Doch das ist auf lange Sicht gedacht keine Lösung für das Unternehmen. Vom Kostenfaktor einmal ganz abgesehen.

3: Stellen schaffen, um das interne Team langfristig zu entlasten und das Know-how entweder über den neuen Kollegen »einzukaufen« oder die gewonnene Zeit für den Wissensaufbau des Teams zu nutzen.

Wir ITler kennen diese Themen alle. Sie sind unser täglich Brot. Fakt ist: Wenn ein Unternehmen ein Projekt zu einem bestimmten Thema oder mit einer bestimmten Technologie durchführen will, muss es dafür sorgen, dass das Wissen vorhanden ist. Punkt. Ein SAP-Projekt ohne SAP-Spezialisten kann nur scheitern! Zwischen den Lösungsmöglichkeiten wird oft zu lange abgewogen, wobei meist eine ganz entscheidende Frage nicht bedacht wird: Was kostet es uns jeden Tag, den unzureichenden Zustand aufrechtzuerhalten?

Gehen Sie als Projektleiter in diese Diskussion nicht nur mit dem Argument „Was kosten uns die 3 Alternativen?“, sondern wägen Sie ab:

  • Welche Personen und Tätigkeiten sind durch den Ist-Zustand blockiert?
  • Wieviel Zeitverlust generiert der Wissensmangel pro Person?
  • Wie viel Geld wurde wegen des Mangels bereits »verbrannt«, weil Tätigkeiten nur langsam oder gar nicht beendet werden konnten?
  • Wie lange werden diese Kosten schon in Kauf genommen?
  • Haben sich durch die Situation Personalausfälle (Krankenstände, Kündigungen etc.) ergeben?

Kalkulieren Sie den Schaden einmal durch. Dann am besten einmal tief durchatmen und neu mit den Budget- und Personal-Verantwortlichen ins Gespräch gehen.

Denken Sie immer daran: Ihre Mitarbeiter sind Ihr wichtigstes Kapital!

Herzlichst,
Ihre
Sabine Zehnder

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