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Ziele, Verantwortungen und Rollen - alles unklar. Was tun?

Wer sein Ziel nicht kennt, braucht sich nicht wundern, wenn er nie dort ankommt. Eigentlich logisch. Finde ich zumindest. Zwar reden wir gerne und oft über Ziele, was sie bedeuten und wie wichtig sie sind, formulieren sie aber besser mal nicht so präzise aus. Der Vorteil ist: Ohne genaue Zielsetzung ist grundsätzlich erst einmal alles, was man tut, richtig – oder zumindest nicht falsch. Die Handlungen oder Arbeitsergebnisse können frei und nach eigenem Gusto interpretiert werden. Als Privatperson ist das sicherlich nicht die schlechteste Sache, im Unternehmen jedoch kostet eine solche Vorgehensweise viel Zeit, Nerven und Frustration.

So konkretisieren Sie ganz einfach
Stellen Sie sich doch gerade mal ganz konkret der Frage: Was soll übrig bleiben, wenn mein Projekt zu Ende ist? Also, was genau ist das Ergebnis? Und: Wer wird einen Nutzen davon haben?

Alleine durch diese erst einmal recht simplen Fragestellungen können Sie schon einiges darüber erfahren, wie konkret Ihre eigene Vorstellung von Ihrem Projektauftrag eigentlich ist.

Sind Sie der Projektleiter, so sollten Sie diese Fragen messerscharf beantworten können – sind Sie Projektmitarbeiter, sollten Sie sich diese Fragen schnellstens beantworten lassen. Nur wenn Sie sich im Klaren darüber sind, wohin genau die Reise gehen soll, können Sie Ihr Verhalten und Ihre Arbeitsergebnisse danach ausrichten.

Ein Stichwort dabei ist in der heutigen, schnelllebigen Zeit alleine das Wort »Priorisierung«. Wie oft wird darüber geredet – aber wonach priorisieren wir denn eigentlich unser Tun? Um nicht zu vergessen: Was genau ist eigentlich meine Aufgabe? Meine Erfahrung zeigt mir, dass sehr unkonkret definiert ist, wer bei welchen Aufgaben eigentlich im Lead ist, wer informiert werden muss, wer einbezogen. Und die Erwartungen aneinander sind oft so unterschiedlich definiert, dass Missverständnisse vorprogrammiert sind.

Meine Tipps

  • Schreiben Sie doch einmal auf, was genau Ihre Aufgaben sind und wie Ihre Rolle eigentlich heißt.
  • Dann überlegen Sie sich: Was ist das Ergebnis der Aufgabe, wen muss ich einbeziehen, wen informieren, und wer wird (materiell oder organisatorisch) die Verantwortung tragen?

Sie werden sehen: Es werden sich viele Lücken zeigen, aber auch viele Fragen auf diese Weise beantwortet werden, wenn Sie mit diesen Hilfsmitteln zum Überprüfen Ihrer Ziele und Rollen Ihre tägliche Arbeit checken. Verschaffen Sie sich eine Abgrenzung, dann fokussieren Sie sich von alleine ;)

Ich wünsche viel Erfolg dabei und frohes Schaffen!

Ihre Sabine Zehnder

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